Hans Bierbrauer ist am 24. Februar 1922 in Berlin geboren. Nach der Volksschule absolviert Bierbrauer eine Lehre als Lithograph bei der graphischen Kunstanstalt Sauer & Co. Anschließend beginnt er sein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin.
1948/49 während der Berlin-Blockade erfolgen erste Veröffentlichungen politischer Karikaturen in verschiedenen Berliner Tageszeitungen. In dieser Zeit entsteht der Künstlername "Oskar", eine Anspielung auf die Redewendung "frech wie Oskar", mit der viele Berliner auf seine Karikaturen reagieren.

Unter dem so entstandenem Pseudonym wird er ständiger Mitarbeiter des "Berliner Anzeigers" und später bei der "Berliner Morgenpost". Letztere veröffentlichte bis 1988 täglich eine Oskar-Karikatur. Seit den 50-er Jahren entstehen nicht nur über 18.000 Karikaturen für die Tagespresse, Hans Bierbrauer ist ebenso für mehrere Fernsehprogramme tätig. Bereits 1952 tritt er erstmals im Fernsehen auf, zunächst als Schnellzeichner und später auch als Karikaturist für die Sendung "Berliner Abendschau".

"Um es mit einem Satz zu sagen, ein Mörder brachte mich zum Fernsehen", so Hans Bierbrauer. Oskar zeichnete anhand von Zeugenaussagen für die Kripo das Phantombild eines Täters. "Kurze Zeit später konnte der Mörder gefasst werden. Es war aber nicht nur Können sondern auch reiner Zufall. Es war einfach viel Glück dabei".

Einem breiten Publikum wurde Oskar jedoch mit seinen Auftritten als Schnellzeichner in der Sendung "Dalli-Dalli" an der Seite von Hans Rosenthal bekannt.

Neben seiner Zeitungs- und Fernseharbeit hat Hans Bierbrauer weiterhin gemalt und gezeichnet. Seine bevorzugten Motive auf diesem Gebiet sind Landschaften und eine Vielzahl von Ansichten Berlins.

1980 erhielt Oskar das Bundesverdienstkreuz am Bande und 1998 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Hans Bierbrauer ist am 3. Juli 2006 in Eutin gestorben und wurde auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin-Nikolassee beigesetzt.


 

 

 

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